Alles online oder was?

Während ich das hier schreibe, genieße ich ein klein wenig gezwungene Social Media Pause. Ich sitze in einem Kaffee und nutze die Chance ein paar Zeilen zu tippen Datenvolumen leer. Wlan nicht Vorhanden. Panik. Ehrlich. Panik. Denn weil naja ich muss doch auf Instgram präsent sein. Muss ich?

Teuflisch.

Der Strudel zieht einen wirklich ganz schön schnell mit hinein. Man will mehr. Mehr ohne zu wissen warum. Weil es vermeintlich Spaß macht?! Macht es? Ja!

Ja und nein.

Nein, weil niemand hinter die Fassaden blicken kann.

Bist du online. Bist du online! Ein Bild, ein Wort, ein Text. Unendlich viele Augen. Und ein jedes Auge sieht es anders, liest es anders, interpretiert dich anders. Zack, bist du, die Person auf einem Bild, eine Person, kreiert in den Gedanken eines anderen. Wie heißt es in einer Werbung so schön, „die Gedanken sind frei“ … was ich aussende ist vielleicht nicht die Realität, nicht das, was andere dahinter sehen.

Es macht Angst.

Wer bin ich, wer will ich sein und überhaupt, ist das richtig so?!

Eine erzwungene Pause brachte vielleicht ein großes Licht, welches mir lange zu vor gefehlt hat. Es ist als „normalo“ unter all den Möchtegern Bloggern vielleicht nicht ganz nach zu vollziehen – aber ehrlich, was ihr seht, ist ganz oft nur die halbe Miete. Wenig davon ist echt. Auch wenn es alle so gerne betonen.

Abgesprochene likes, abgesprochene Kommentare – weil Instagram dich sonst im Loch der Vergessenheit versenkt.

Einmal nicht dabei – sinken deine Zahlen ins unermessliche. Autsch. Das tut weh. Und immer die Frage – was machen die, was haben die, was ich nicht habe? Vermeintliches buhlen um den besseren, tolleren, stetig wachsenden Account. Manchmal ohne Rücksicht auf Verluste.

Ich will das nicht.

Ich will das nicht sein.

Und ich will davon nicht abhängig sein.

Meine Welt ist mehr als das was ihr hier seht. Ich bin mehr als die oh.sternenstaub auf Instagram. Meine Freunde wissen das. Meine Familie weiß das. Vielleicht wissen auch nur die, wer ich wirklich bin. Und das ist gut so. Denn mal ehrlich, wie kann ein Bild, ein Wort, ein Text, eine Person so präsentieren wie sie wirklich ist?! Kaum. Bis gar nicht. Oder doch?

Die „ich-habe-keine-Lust-auf-Instagram“ Phase hatte ich schon 19399494 mal – und ich bin mir sicher, auch dieses Mal wird es sich wieder ändern. Aber aus jedem „ich habe keine Lust mehr“, habe ich eine gute Erkenntnis für mich mitnehmen können. Das Internet, die Menschen, die sich hinter schmucken Profilen verbergen, sind nicht immer so wie es scheint. Machen wir uns selbst nicht größer, nicht besser und vor allem nicht immer so, wie wir gar nicht sein können … oder irgendwie so … Freunde, wie dem auch sei, laut Status meines Handyvertrages, wäre ich nun also wieder vollkommen online!

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