Tipps&Tricks für einen gelungenen Krippenstart

Artikel enthält Werbung – diese entstand in keiner Kooperation oder bezahlter Zusammenarbeit und ist freiwillig von mir eingefügt! Der Artikel enthält meine persönliche Meinung und Erfahrung.

Egal welche Hintergründe du nun hast, weshalb du diesen Beitrag hier aufgerufen hast. Egal ob du willst, nicht willst, musst oder nicht musst. Ganz gleich wie du zum „ich gebe mein Kind in die Krippe“ stehst, dieser Beitrag hier, schreibe ich für dich. Für dich als Mama, die vielleicht noch immer hadert, ob sie denn das Richtige tut oder gar noch immer auf der Suche nach dem richtigen Modell ist. Fakt ist auch, unsere Gesellschaft hat sich verändert, die Frau von heute ist eine andere als noch damals und auch die Familiensysteme ändern sich. Ganz gleich was dich oder euch als Eltern dazu bewegt, euer Kind in die Krippe zu geben, es ist eure Entscheidung. Und es ist gut genauso wie es ist.

Als ich noch kinderlos in einer Krippeneinrichtung gearbeitet habe, waren viele Dinge und viele Verhaltensmuster der Eltern irgendwie klar und dennoch seltsam zu verstehen. Heute bin ich selbst Mama und betrachte die Dinge aus zweierlei Perspektiven.  Für mich war immer klar, dass ich möchte, dass mein Kind mit einem Jahr eine Krippeneinrichtung besucht. Ich bin überzeugt vom Konzept welches die Kommune, in der wir wohnen, lebt und umsetzt. Ich habe die Kinder gesehen, wie sie sich ganz wundervoll auf eine so andere Art und Weise als zu Hause entfalten und entwickeln können. Und an dieser Stelle möchte ich euch ein afrikanisches Sprichwort ganz zum Anfang dieses Beitrages mit auf den Weg geben.

Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind groß zu ziehen!

Und wie ich das für mich interpretiere? Ich möchte nämlich bewusst darauf verzichten, hier mit unzähligen Studien daher zu kommen weshalb denn die Fremdbetreuung keineswegs schrecklich ist, wie so viele noch immer denken. Am Ende muss es eben jede Familie für sich selbst entscheiden. Für alle die, die sich aber unsicher sind, und ihr Kind Fremd betreuen lassen müssen, all denen möchte ich mit diesem Artikel etwas Angst und Sorge nehmen. Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind groß zu ziehen! Ja. Ohja. Und weshalb für mich in diesem Satz so Vieles steckt? Seht, alles was ein Kind lernt, lernt es in erster Linie durch nachahmen, durch Vorbilder, durch entdecken, erleben usw. – all das, wird in einer Bildungseinrichtung, wie es eben Krippen sind, explizit gefördert und ermöglicht. Und, eines für mich der ausschlaggebendsten und wertvollsten Eigenschaften an einer Krippenbetreuung, ist, das Zusammensein mit anderen, gleichaltrigen, älteren und jüngeren Kindern. Hier muss ich einfach kurz auf eine Studie aufmerksam machen, verzeiht!

Unterschiede zeigen sich manchmal auch im Sozialverhalten der Kinder (a.a.O.). Kinder aus Tageseinrichtungen sind oft sozial kompetenter, selbstbewusster, durchsetzungskräftiger und offener. Sie fühlen sich in neuen Situationen sicherer, verhalten sich weniger zaghaft und ängstlich, sind hilfsbereiter und kooperativer als Kinder, die zu Hause betreut werden. Quelle

Für mich etwas, was ich mir für mein Kind unabdinglich wünsche. Deshalb, aber nicht ausschließlich deshalb, ein weiterer Punkt, weshalb die Fremdbetreuung für mich keineswegs den Stempel „ach wie schlimm“ bekommt.

Dein Kind wird weinen, dein Kind wird Zeit brauchen sich in dieser neuen Situation zurecht zu finden. All das, ich versichere dir das, ist ganz normal. Es gibt verschiedenen Ansätze, wie man einem Kind ermöglichen möchte, einen behutsamen, sicheren Übergang von zu Hause in die Fremdbetreuung zu schaffen. In aller erster Linie, so meine Meinung, ist das aller Wichtigste, unabhängig von welchem Eingewöhnungsmodell aber ausgehend, das, dass du als Mama, du als Papa, mit der Bezugserzieherin auf einer Ebene steht. Diese Person wird nun einen wichtigen Teil des Alltags deines Kindes ausmachen. Begegnet ihr auf Augenhöhe, aber streicht sofort jegliche Gedanken wie, „wird mein Kind sie mehr lieb haben als mich!“ – Niemals! DU, bist Mama, DU bist Papa, IHR seid Eltern. Und dein/euer Kind wird das immer wissen. Ihr seid Nummer Eins. Daran ändert sich auch nichts, wenn das Kind eine Krippeneinrichtung besucht. Jedoch, so solltest du beginnen das zu sehen, erweitert sich das „Dorf“ deines Kindes. Es kommen neue Menschen hinzu. Menschen mit ganz anderen Einflüssen als du, als ihr sie habt. Mit anderen Kompetenzen, vielleicht auch anderen Ansichten aber dadurch einem riesigen Schatz für euer Kind und somit auch für euch als Familie. Die Krippeneinrichtung ist keineswegs ein „wir machen es so, ihr macht das so. Nur das Eine ist richtig,“ – vielmehr versteht sich eine solche Einrichtung als Familienergänzendes Modell. Wenn du das verstehst und verinnerlichst, kannst du diesen neuen Lebensabschnitt für dein Kind wohl auch als riesige Bereicherung wahrnehmen. Das solltest du auch!

Ganz zum Anfang steht wohl für jeden von euch, das erste Zusammentreffen mit der Bezugserzieherin und der Einrichtung an. Komisch. Seltsam und irgendwie so fremd. Scheut euch zunächst nicht, all eure Ängste, Sorgen und Fragen anzusprechen. Wir, wir Erzieherinnen sehen das täglich, wir wissen um eure Ängste und Sorgen. Und glaubt mir, wir sind bemüht, mit euch gemeinsam einen sanften Übergang zu schaffen. Auch wir, wissen, DEIN Kind ist euer größtes Wunder, eure große Liebe und einen Teil eures Herzens. EUER KIND WIRD GESEHEN. Ich glaube das ist die Frage oder die Sorge, die ich am aller meisten beantworten durfte. Es sei versichert, dass man euer Kind mit all seinen Bedürfnissen wahrnimmt und natürlich genau deshalb wertschätzt. Ihr müsst hier vor wirklich keine Angst haben. Habt ihr sie aber, dann sprecht es immer wieder an. Hierfür sind wir als Erzieherinnen, als eure Bezugserzieherinnen da. Seht eure Bezugserzieherin, ich habe es oben ja schon geschrieben, als euer Teammitglied – als Mitglied eures Dorfes. Ihr alle, wollt nur das Beste für euer Kind.

Ich möchte nun aber gerne etwas wegkommen von der ganzen Theorie und dem Kram. Wenn ihr mehr zur Eingewöhnung und zu den verschiedenen Konzepten lesen möchtet, dann kann ich euch diesen Artikel hier wirklich sehr empfehlen! https://www.mamaclever.de/2017/01/12/tipps-fuer-die-krippen-eingewoehnung/

Hier, soll es nun weiter gehen mit meinen Tipps für einen rundum guten Krippenstart. Was braucht man denn eigentlich alles? Ihr werdet sicher eine Liste von eurer Einrichtung erhalten was sie bitten, was ihr mitbringen sollt. Ich liste euch hier einmal die Sachen auf, die ich in meiner bisherigen Beruflichen Arbeit für gut befunden habe, und was ich nun für den Muck besorge.

Fangen wir mal an mit dem Rucksack. Oder auch Kindergartentasche oder wie auch immer ihr es nennen möchtet. Wir haben uns für einen Rucksack von Affenzahn entschieden. Diese sind meiner Meinung nach gerade für die ganz Kleinen ganz wunderbar geeignet. Es gibt diese in verschiedenen Größen. Zudem, passen sie sich wunderbar an den Rücken an und können mit einem Riemen gut vorne an der Brust verschlossen werden. Besonders für Ausflüge eignen sich diese sehr. Bitte beachtet auch, in einer Krippe wird gezielt auf Selbstständigkeit gesetzt. Die Kinder sollten ihre Rucksäcke also auch gut selbst tragen, an und abziehen können. Es gibt eine super trendige Marke aktuell auf dem Markt – ich rate euch davon dringendst ab! Die Riemen schnüren ein, rutschen und sind alles andere als Krippengerecht!

Onthefly-34afc2b3-db66-5218-83c1-18bf500b30c7Und wo wir gerade bei der Kindergartentasche sind, kommen wir doch gleich mal zu deren Inhalt. Der Muck wird nur Vormittags in die Krippe gehen, das heißt für ihn wird es auch nur ein Vesper morgens und das Mittagessen dort geben. Für das Frühstücksvesper muss man in unserer Einrichtung das Essen für die Kinder selbst mitbringen. Was man dafür also auf jeden Fall benötigt? Richtig! Eine Vesperbox, Brotdose oder wie man bei euch so dazu sagt … Hier haben wir uns für eine Box entschieden, die zwei Fächer enthält, sowie, eine zusätzliche seperate Box. Denn nichts schlimmeres als vermatschtes Obst und Gemüse im Käsebrot. Bah! Achtet da unbedingt darauf, dass die Lebensmittel voneinander getrennt sind. Da sieht man manchmal wirklich nicht so schönes Gematsche in der Box. Und hey! Auch bei den Kleinen isst das Auge mit. Ebenfalls finde ich wichtig zu erwähnen, dass ihr auch hier darauf achten solltet, dass die Box irgendwann, natürlich nicht so lange euer Kind ganz klein ist, gut selbst auf zu machen ist. Es ist manchmal für ein Kind ziemlich frustrierend immer auf eine Erzieherin warten zu müssen…brotbox

Sobald wir dann voll drin sind im Krippenalltag, werde ich euch gerne auch einmal ein paar „Vesper und Snackideen für die Brotbox“ online stellen. Ja?

Weiter gehts nun aber erst einmal mit ein paar Kleidungsstücken. Wichtig und was ihr unbedingt beachten solltet, Krippenkleidung ist Krippenkleidung und zu Hause Kleidung ist eben zu Hause Kleidung. Ich habe bewusst einmal ein komplettes Set für die Krippe gekauft. Denn Matschhose (ich habe einen Matschanzug von HessNatur besorgt – so lange die Kinder noch so klein sind, finde ich das einfach besser), Gummistiefel und co. sollten einfach auch dort ihren festen Platz haben. Wie oft habe ich es erlebt, dass nach dem Wochenende die Gummistiefel und die Regenjacke zu Hause vergessen wurden – echt mist, denn dann muss man als Erzieherin ganz schön improvisieren.kinder-regenanzug-funky-blue-ducksday_c_cde2ede871b9bdcded577dc6f0b72abf Fürs Kind genauso doof. Immerhin möchte es doch auch in die Pfützen springen können. Mein Tipp also, einmal eine komplette Krippengarnitur inklusive ausreichender Wechselkleidung – achtet hier auf eine bequeme Auswahl. Euer Kind wird viel auf dem Boden sein, toben, spielen – da ist bequem das Wichtigste. Ich verlinke euch jetzt einfach mal meine Auswahl … ich persönlich mag einfach die Qualität von next sehr gerne und eben auch, dass das nicht jedes zweite Kind trägt. Sicherlich kein muss, und andere Hersteller haben bestimmt auch tolle Sachen. Mein Herz geht aber an Next.de

Wechselkleidung sollte aus drei bis vier Hosen, Pullover, Bodys, Strumpfhosen und ggf Lätzchen bestehen.

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Wichtiger Punkt. Die Hausschuhe. Bitte achtet darauf, dass diese so gewählt sind, dass sie erstens passen, und zweitens so anzuziehen sind, dass das Kind dies irgendwann selbstständig übernehmen kann. Hausschuhe mit guter Sohle und Klettverschluss empfehle ich sehr. Beachtet auch, dass in einer „Krippenesssituation“ gerne auch mal Teller und/oder Tassen fliegen können und es Scherben geben kann! Schützendes Schuhwerk ist hier von Vorteil.hausschuhe

Ganz zum Schluß noch ein Hinweis, bitte achtet darauf, dass ihr wirklich ALLES, alles, alles mit dem Namen eures Kindes beschriftet! Super nervig wenn man ständig alles such muss und nicht weiss, wem was gehört. Bei Gut Markiert gibt es tolle Sets für wenig Geld! Achtet hier vielleicht auch darauf, dass ihr neben dem Namen auch ein Symbol wählt, welches ihr immer nutzt, so dass euer Kind seine Sachen anhand des Symbols wieder erkennen kann.

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Ich denke nun habt ihr ganz schön viel gelesen – Respekt wer überhaupt bis hierher gelesen hat. Ich freue mich immer sehr über euer Feedback und beantworte auch gerne Fragen, sollten hier nun noch welche offen sein!

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