Elternzeit vorbei. Und jetzt?

Viele, auf jeden Fall diejenigen, die mir auf Instagram folgen, werden es wissen. Meine Elternzeit neigt sich dem Ende und ich bin extrem wehmütig. Da ist auf der einen Seite, der riesige Schatz des Wissens, dass auf meinen Sohn etwas fantastisches wartet. Er darf in die Krippe. Er darf so viel mehr entdecken, erforschen und lernen, als das, was ich ihm zu Hause bieten kann. Ja. Ich bin absolute Krippen Befürworterin, denn ich denke, dass mein Kind nur davon profitieren wird in einer liebevoll gestalteten Umgebung, zusammen mit anderen Kindern einen Bruchteil seines Tages zu verbringen. Ich habe damals als ich selbst noch dort gearbeitet habe, gesehen, wie die Kinder davon profitieren.

Es ist, wie ich oben schon gesagt habe, ein riesiger Schatz für jedes Kind. Ja davon bin ich überzeugt.

Dennoch aber, bedeutet sein Krippenstart und mein zurück ins Berufsleben auch, eine Trennung auf Zeit für mich. Für ihn. Als Mama kommen Fragen auf, die man wohl kaum nicht aufkommen lassen kann. Wird mein Kind dort von allen gemocht, wertgeschätzt und wird man ihn trösten können, wenn er es braucht? Es sind so viele Dinge die mir nun am Ende meiner Elternzeit durch den Kopf schwirren. Die Unsicherheit, ob das alles auch wirklich richtig ist, hüpft natürlich immer wieder auf. Klar. Ein Kind zu haben ändert alles. Ändert mich als Person, ändert meine Sicht auf die Welt und stellt eben alles Kopf. Unsere Blase in der wir nun fast ein Jahr gemeinsam gelebt haben zu verlassen, schmerzt. Schmerzt ehrlich. Ich liebte das Leben so wie es gerade war. Dieses verträumt in den Tag leben, eben so zu leben wie man selbst gerade möchte. Frei. Unabhängig. Ungezwungen. Selbstbestimmt. Aber eigentlich weiß ich eben auch, das bin ich nicht. Ich war immer jemand der Struktur geliebt und geschätzt hat. Ich brauchte das. Und ich dachte auch, ich hätte mir das bewahrt. Aber wenn ich ehrlich bin. Ich schaffe es kaum pünktlich zu einem Termin, wenn ich denn einmal einen habe. Einfach aus dem Grund, weil ich es nicht gewohnt bin, zeitgebunden das Haus zu verlassen. Ich konnte im letzten Jahr einfach tun und lassen wie ich das gerade wollte. Das war schön. Aber, auch wenn ich es mir noch nicht so wirklich eingestehen mag, ich freue mich auf einen anderen Alltag. Auf einen etwas strukturieren Ablauf. Vielleicht auch ein kleines bisschen auf dieses „ich muss jetzt“ … ich bin mir jedoch durchaus bewusst wie anstrengend das an manchen Tagen sein wird. Wahrscheinlich werde ich mir oft genug die Zeit zurück wünschen. Aber am Ende hilft es alles nichts … Und wisst ihr was?! Ich freue mich auf meine Arbeitskolleginnen, auf meine grandiose Chefin und auf dieses Team, welches um ehrlich zu sein, gar nicht besser sein könnte. Das zu allem „ich will doch noch gar nicht“ – irgendwie will ich doch!

Würde ich das nochmals so machen?!

Ja und nein. Keine Ahnung ehrlich gesagt. An manchen Tagen denke ich, ach hätte ich doch zwei Jahre Elternzeit beantragt, an anderen, bin ich davon überzeugt. Jap. Das ist richtig so! Zurück ins Arbeitsleben. Schwierig irgendwie.

Schwierig, weil das Leben jetzt einfach anders ist. Meine Einstellungen anders sind.

So wirr, wie wohl auch der Beitrag ist, sind auch die Gedanken in meinem Kopf. Viel mehr aber, wollte ich diesen Moment des tippens nutzen, um mich zu verabschieden. Tschüss zu sagen, zu der Zeit. Dieser Magie und dem Leben in unserer Blase. Mama sein ist ein auf und ab, anstrengend und so schön, dass es dafür kein Wort gibt, welches es beschreiben könnte.

Meine Mama schrieb mir selbst auf die Geburtstagskarte, „du bist seit du auf der Welt bist, mein hellstes Licht in meinem Leben!“ Und so ist es. Genau das, ist mein Sohn auch für mich.

Es kommt jetzt etwas anderes, etwas Neues, und ich bin mir sicher, mit ganz viel Mut und einer großen Portion Dankbarkeit im Gepäck, wird das wundervoll werden…

Und am Ende dieser vier Stunden die uns trennen, freue ich mich auf die strahlenden Augen, das Lachen meines Sohnes und das in Arm nehmen. Mein Herz ist so oder so immer dort, wo du bist Muck! Immer!

3 Kommentare zu „Elternzeit vorbei. Und jetzt?“

  1. Finde deinen Blog echt toll ! Sprichst einem aus der Seele ! Auch auf Instagram! Es ist schön zu sehen das es nicht nur einem alleine so geht oder manchmal auch das man nicht alleine solch einen Kleinen chaoten Zuhause hat ! Danke dafür 😘

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