Meeresrauschen

Artikel enthält Werbung – diese entstand in keiner Kooperation und ist freiwillig von mir eingefügt!

Endlich schaffe ich es, euch den versprochenen Korsikabericht zu schreiben. Ich kann euch gar nicht sagen wieso, aber irgendwie, hatte ich nie die Muse darüber zu schreiben.

Jetzt schreibe ich aber auch gar nicht lange weiter um den heissen Brei herum und beginne doch gleich mal mit dem wesentlichen …

Mein Mann war als Kind oft mit seiner Familie auf Korsika und hat mir immer vorgeschwärmt wie wundervoll diese französische Insel doch sei. Ursprünglich war der Plan, wir reisen durch Korsika, mit Rucksack und Zelt. Zu zweit. Eine letzte große Reise bevor wir Eltern werden. Geklappt hat es leider nie …

…als dann unser Muck‘ endlich bei uns war, brach‘ schnell die Reiselust wieder aus und nach langem überlegen, was man mit einem 9 Wochen alten Baby so anstellen könnte, beschlossen wir – auf nach Korsika!

Ich gebe zu, ich hatte einen großen Respekt vor dem ersten Reisen mit Baby. Was packt man ein? Was braucht man? Was nicht? Wie wird das Wetter sein? Zu warm? Zu kühl? Fakt ist – wir sind mit einem übervollen VW-Bus gestartet und sind mit einem genauso vollen wieder nach Hause gekommen. Gebraucht haben wir letzten Endes eigentlich so gar nichts von alle dem,von dem ich überzeugt war – das brauchen wir! Bodys, ein UV- Anzug, Handtücher und eine Strandmuschel waren unsere täglichen Begleiter. Es war ganz schön easy …

Vielleicht war es sogar die aller beste Entscheidung diese Reise damals zu machen. Die komplette Autofahrt nach Genua, von dort aus ging es dann mit der Fähre weiter, verschlief der Muck. Ein paar mal wurde die Milchbar geblündert um dann auch schon wieder gemütlich weiter zu schlummern… jetzt, sähe das alles ganz anders aus – und ich könnte definitiv kein entspanntes Beifahrerreisen genießen. Denn na klar, der Muck schläft viel weniger und wenn er wach ist, braucht er Aktion. Also war das mit so einem 9 Wochen Minibaby schon eine sehr entspannte Sache.

So kam es auch, dass wir ganze vier Stunden zu früh in Genua am Hafen standen. Tja. Wir dachten, mit Baby planen wir einfach mal ganz viel Zeit ein. Und das würden wir trotzdem immer wieder so machen – man weiß ja nie.

Nachdem wir also die Zeit in Genua mit Kaffee trinken, essen und lesen verbracht haben, ging es dann abends endlich auf die Fähre. Mein erstes Mal. Hui. Ganz schön aufregend und ein bisschen hatte ich ein Titanicfeeling – aber nur ein Mini bisschen 😉

Wir sind mit Mobylines gefahren und können dies auch wunderbar weiterempfehlen. Da wir über die Nacht gefahren sind, haben wir uns eine Kabine genommen – diese sind ganz einfach ausgestattet, haben aber alles was man braucht. Vor allem die Dusche, nach der langen Autofahrt, war ein Segen. Und der Muck, der verschlief auch dieses Ereignis wie ein Murmeltier im Winterschlaf. Als mein Mann um vier Uhr morgens die Idee hatte, das Zimmer zu verlassen um an Deck zu gehen, dachte ich erst, der hat sie nicht mehr alle. Aber wie so oft – mein Mann hat immer die aller besten Ideen – wurde ich mit einem unglaublich, wunderschönen Sonnenaufgang belohnt. Wow. Ehrlich. Das war fantastisch. Und das Beste, wir waren da oben ganz alleine. Nur der Mann, der Muck, ich und das Meer. Wenn ihr auch mal eine solche Reise macht – stellt euch unbedingt zum Sonnenaufgang den Wecker! Es lohnt sich so sehr!

Mit lecker Croissant und Kaffee in der Hand, schipperten wir dann also Korsika, oder besser gesagt dem Hafen Bastia entgegen!

Von dort aus ging es für uns dann nach Calvi. Die knapp zwei stündige Fahrt sind wir über die wunderschönen Berge Korsikas, entlang an traumhaften Küsten gefahren und ehrlich, ich hätte stundenlang weiterfahren können. Bevor wir unser Ziel, den Campingplatz ansteuerten, machten wir aber erst einmal halt an einem der vielen besonders schönen Strände Korsikas und ließen ein wenig die Seele baumeln. Herrlich. Einfach nur Meeresrauschen. Die Wellen. Der Sand. Die wärmende Sonne und wir. Jap und der Muck – der Muck verschlief auch das meiste dieses Erlebnisses.Gegen spät Nachmittag kamen wir dann auf dem Campingplatz la Pinéde an. Dieses hatten wir schon zu vor gebucht. Der Platz liegt ca zehn Gehminuten vom Strand entfernt und hat so ziemlich alles was man benötigt. Allerdings müssen wir hier sagen – wir verbringen so gut wie nie Zeit auf den Plätzen, da wir tagsüber immer mit dem Bus unterwegs sind um Land und Leute zu entdecken. Deshalb ist es ziemlich zweitrangig wie der Campingplatz so ist. Er sollte gepflegt und sauber sein. Und das war er! Einziger Abzug, der Platz ist riesig und die Wege zu den Sanitärenanlagen wirklich weit. Vor allem mit Kindern ist das nachts absolut unpraktisch – also besser gut nachfragen und/oder einen Platz in Nähe der Sanitärenanlagen in Anspruch nehmen – sofern einer frei sein sollte. Auf dem Gelände gibt es ein Schwimmbad mit Rutschenparadies für die Kinder, ein Kiosk mit wirklich allem was man braucht und den leckersten Croissants ever. Und wer keine Lust auf Campen hat, der kann vor Ort auch eines der wirklich sehr schönen Mobilehomes nutzen.

Zu Fuß kann man an der Promenade entlang in das schöne Städtchen Calvi laufen – aber Vorsicht – der Weg zieht sich! Wir sind gerne zu Fuß unterwegs und deshalb war es für uns kein Problem. Es gibt aber auch eine Shuttle Verbindung oder die Möglichkeit ein Taxi zu nehmen.

Wir sind während der gesamten zwei Wochen in Calvi und somit im Norden der Insel geblieben. Wir waren uns vor ab einfach nicht sicher wie das mit unserem Sohn so sein wird und hatten uns nicht getraut, den Weg in den Süden auf uns zu nehmen. Was sich als völliger Quatsch herausstellte – wir hätten es getrost machen können. Aber dann war es so wie es war und wir entdeckten eben jeden Tag neue Ecken des Nordens Korsikas.

Besonders das Hafenstädtchen L’Île-Rousse hat es mir angetan. Man kann wohl auch von Genua bis hierher mit der Fähre fahren – das so nebenbei erwähnt. Ich fand besonders die vielen Gassen mit den kleinen, bezaubernden Geschäften einfach hinreißend. Morgens kann man in der überdachten Markthalle leckerste korsische Spezialitäten wie zB Ziegenkäse und Lonzu kaufen. Yummie! Wir haben uns fast täglich mit Oliven, Ziegenkäse und dem landestypischen Lonzu eingedeckt. Wirklich lecker! Dazu ein Gläschen alkoholfreien (#teamstillen) Weißwein, Kerzenschein und der Abend war perfekt. Aber nochmals zurück zu L’Île-Rousse. Wer nicht nur bummeln möchte, kann von der Altstadt aus, am Fährhafen vorbei über den Damm zum Genueserturm und zum Leuchtturm Phare de la Pietra auf der Ile de la Pietra, von dort hat man einfach eine traumhafte Aussicht! Aber Vorsicht! Es windet wohl so gut wie immer dort oben – ich dachte der Muck segelt mit sammt Kinderwagen davon 😉

Und mein absolutes Highlight auf Korsika?! Zum einen natürlich die Küstenstraßen – schaut euch einfach die Bilder an, und dann lasst euch gesagt sein, vor Ort ist es noch um ein Zehnfaches beeindruckender. Wir sind stundenlang gefahren, mit dieser Aussicht, und irgendeiner kitschigen Radioschnulze im Hintergrund. Aber es war einfach perfekt! Es war so atemberaubend, dass mir mal wieder beinahe die Tränen kamen. Wozu ich sagen muss – mich hat die Natur schon oft überwältigt, aber so richtig, erst einmal – das war in der Cinque Terre, bei einer Wanderung. Vielleicht wollt ihr darüber auch einen Blogbeitrag? Nun. Aber wieder zurück zu Korsika …

Leider viel zu spät haben wir den Plage de Ghjunchitu entdeckt. Der Strand ist einfach wunderschön. Weißer Sandstrand, das Meer glasklar und die Aussicht umwerfend. Direkt am Strand gelegen, etwas erhöht auf einem Felsen, liegt das Restaurant Junquidou – toll, toll, toll und nochmals toll. Erstens, die Location ist einfach fantastisch, zweitens das Essen überragend und drittens, die Servicekräfte sehr, sehr nett. Wenn ich mich nicht von Lonzu und Ziegenkäse ernährt habe, gabs Muscheln. Muscheln serviert mit Pommes! Göttlich! Und die besten, die besten Muscheln gab es meiner Meinung nach dort! Also, unbedingt vorbeischauen – es lohnt sich. Preislich, wie überall auf Korsika – teuer. Aber das ist wohl eben auch das, was man wissen muss, bevor man nach Korsika reist.Es gibt auf Korsika noch so viel mehr zu entdecken – und dieser Bericht hier war lediglich ein kleiner Auszug meiner bzw unserer Lieblingsecken während unserer Reise. Wir waren so gut wie jeden Tag mit dem Bus unterwegs. Haben viele Strände und Orte entdeckt – und überall war es toll. Korsikas Natur ist einfach fantastisch. Ich denke wir werden irgendwann wieder kommen und dann definitiv den Süden der Insel erkunden!

Fazit zum Reisen mit neun/zehn Wochen altem Baby und Vw-Bus!?! IMMER WIEDER! Korsika hat mich als Mama wieder ein wenig Erden lassen – so vieles ist aufregend in der ersten Zeit, man möchte doch alles richtig machen – mein Fazit – einfach machen, treiben lassen, auf sein Bauchgefühl hören. Und überall wo Mama und Papa sind, sind die kleinen geborgen zu Hause … egal wo auf der Welt!

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1 Kommentar zu „Meeresrauschen“

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