Mum

Mama zu sein ist gar nicht immer eine so leichte Sache heut‘ zutage. Aber wer weiß, vielleicht hätten das auch unserer Urgroßeltern an dieser Stelle geschrieben oder gesagt.

Dieser Artikel ist provokant. Bewusst so gewählt und sollte nicht mit all zu großem Ernst gelesen werden. Vielleicht regt er aber einfach ein wenig dazu an, einfach darüber nachzudenken.

Ohne zu werten.

Ohne der Meinung zu sein, es gibt die eine perfekte Lösung.

Nur Gedanken.

Mama sein.

Reicht es heut zu Tage noch aus einfach „nur“ Mama zu sein?

Schaut man sich in den sozialen Medien um, scheint es, als sei dem nicht so.

Es gibt sie überall und scheinbar jede Neumama versucht sich darin, eine Businessmum zu werden. Irgendwas besonders hippes mit der vielen Zeit dank Elternzeit anstellen. Etwas draus machen. Selbstverwirklichung mit allen Mitteln. Neben verkackten Windeln, Stillbusen und nem riesen Wäscheberg steht der Laptop, die Nähmaschine oder Sonstiges was zum neuen Business eben dazu gehört. Irgendwo im Raum blabbert fröhlich das Baby. Tschakka! Alles gewuppt.

Es ist interessant, diesen Wandel zu beobachten. Vielleicht war es früher schon so, nur fiel es mir eben nicht auf – ich bin ja noch nicht so lange eine Mom.

Es ist schön, dass uns Frauen heut zu Tage so scheint es, die Welt offen liegt. Wir alles tun können, wozu wir Lust, Interesse oder besondere Kenntnisse haben. Sich vorzustellen mit „ich bin gerade in Elternzeit und nebenher mache ich…“ scheint wohl zum guten Ton zu gehören.

Das ist wohl also der Wandel der Zeit. So wollen wir Mamas gesehen werden. Als Superheldinnen – nur eben mit Glitzerumhang statt Kochschürze, die übrigens ganz sicher vor einigen Jahren noch das must have unter den Mamas war.

Tja. Zeiten ändern sich.

Aber manchmal frage ich mich – wohin wollen wir noch? Wann kommt der Punkt, an dem alles einfach nur gut ist, wie es ist.

Ich bin eine Mama. Dieses Mama sein erfüllt mich aus ganzem Herzen und ich hoffe, ich koste all die Zeit gerade so sehr aus mit meinem Sohn, dass ich es nie schmerzlich beweinen muss, wenn er eben in dem Alter ist, in dem er ganz sicher nicht mehr stundenlang mit mir im Bett kuscheln möchte. Ich bin keine Powermom die neben Haushalt, Baby und Freizeitverpflichtungen auch noch ihre berufliche Selbstverwirklichung mit abkreuzt. Ich kann und will es gar nicht sein. Denn alles, was heute ist, ist die wahnsinnig gute Zeit, von der ich in ein paar Jahren einmal schwärmen werde . . . das hoffe ich zu Mindest!

Ich bin einfach nur eine Mama. Mein Job besteht aus dem wertvollsten was ich je geleistet habe. Ich darf ein Kind behüten, ernähren, erziehen und lieben. Das ist ein ganz schön krasses, ausfegendes und herausforderndes Business für mich. Der schönste Job der Welt – für den ich liebend gerne jeden Morgen aufstehe.

Und all das, all das ist genug!

Oder etwa nicht?

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7 Kommentare zu „Mum“

  1. Ich finde es schade, dass hier diejenigen Mamas, die gerne auch noch beruflich weiterkommen wollen oder vielleicht einfach eine Herzensangelegenheit zu ihrem Job machen wollen so von dir abgekanzelt werden.

    Du selbst möchtest gerne Bloggerin sein. Dann sei das! Aber erlaub dir doch bitte nicht so ein hartes Urteil über andere Mamas. Genau da fängt nämlich #momshaming an. Und das ist einfach nur unterste Schublade.

    Gerade jemand der ständig schreit „alle Welt ist so gemein zu mir und gönnt mir meinen Sport nicht, Blabla“ steht das wirklich nicht gut zu Gesicht.

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    1. Liebe Anonyme Schreiberin,
      Erst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast um mir zu antworten. Schade, dass der Artikel zu einem so großen Unbehagen bei dir führt. Ich denke, du hast leider die Botschaft meines Textes nicht richtig verstanden. Das tut mir leid. Es geht viel mehr darum, dass ich mich frage, ob es denn auch okay ist, wenn man eine Mum ist ohne nebenbei noch ein Business zu haben. Quasi die ganz langweilige Variante von alle dem. Aber ehrlich gesagt ist dieser Artikel auch nicht mit zu viel ernst zu lesen … tut mir leid, dass es bei dir falsch ankam! Ich würde mich freuen wenn du nächstes Mal so offen bist und die Anonymität des Internets beiseite lässt.

      Alles liebe,

      Virinja

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  2. Schlußendlich muss immer jeder für sich selbst entscheiden… Ich habe genauso entschieden wie Du!
    Ich war in der Elternzeit einfach nur Mama! Mama mit Hobby 😊 Was bei Dir der Sport ist, war und ist bei mir die Nähmaschine. Allerdings ist es auch so, dass ich schon 36 war und eine lange Kinderwunschzeit hinter mir hatte… und dementsprechend auch schon 15 Jahre meinen Job (für mich erfolgreich) ausgeübt habe. Meine Selbstverwirklichung war dann eben das reine Mamasein… hätte ich sogar gerne noch viel länger gemacht. Bin aber jetzt seit Januar Teilzeit wieder dabei … das ist mir wirklich schwer gefallen… ich fand Mamasein viel schöner… inzwischen bin ich wieder halbwegs angekommen in dem Leben zwischen Mamasein und Job mit all den Herausgorderungen die das so mit sich bringt. Mein Hobby zum Beruf zu machen kam aber für mich nie infrage… Zu groß wäre meine Sorge, dass es dann doch nicht mehr Entspannung sondern Stress wird und mir der Spaß daran abhanden kommt!
    Also, jeder so wie er mag! Aus meiner Sicht kann ich nur empfehlen die Elternzeit voll und ganz zu genießen! Also machst Du aus meiner Sicht alles richtig 😉 Liebe Grüße
    Jennie

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    1. Liebe jennie! Danke fürs lesen meines Artikels und herzlichen Dank für deine Rückmeldung mit so vielen lieben Worten und deiner Erfahrung! 🙂

      Alles liebe für dich!

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  3. Hallo, bin gerade ganz fleißig dabei deine tollen Artikel zu lesen. Das schöne dabei ist, dass du sooo recht hast. Ich selbst bin noch keine Mami, trotzdem finde ich es toll dass deine Texte zum Nachdenken anregen, damit man wieder schätzt was man hat und sich darauf freuen kann was hoffentlich noch kommt.

    Du machst das richtig toll , weiter so!

    Liebe Grüße

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  4. Danke Danke Danke! Schön zu lesen dass es heutzutage noch Mamis gibt die einfach nur Mami sein wollen!! Dachte schon ich sei von Vorgestern 😅 Heutzutage wird man als Mama die sich „nur“ um die Kinder/Haushalt kümmert ja schon fast belächelt …

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