Weggeflüster

In jedem Leben gibt es sie, die guten und die harten Tage. Es erwischt uns immer wieder. Planen kannst du es so oder so nicht. Das Glück kommt meist genauso unverhofft, schwupp di wupp, in dein Leben, wie dessen gehassten Bruder, das Pech. Und auch wenn wir uns noch so sehr bemühen würden – eine Pechsträhne trifft uns alle mal. Da müssen wir mal so gar nichts schön reden oder in meinem Falle, schreiben.

Manchmal, manchmal fühle ich mich tatsächlich vom Pech verfolgt. Warum denn ausgerechnet immer ich … wenn wir ehrlich sind, wissen wir, so ein Satz schwirrte jedem von uns bereits im Kopf herum. Es ist ärgerlich, manchmal zum Haare raufen und ganz besonders oft, sind solche Momente im Leben wahnsinnig anstrengend.

Ihr wisst, ich schreibe über die guten, aber eben auch über all die miesen Tage in meinem Leben. Und so sehr ich mich gerade auch bemühen würde – für den Tag an dem unsere Tochter zu den Sternen reiste, wäre sogar das Wort „scheiss Tag“ untertrieben. Ich finde dafür keine Worte. Aber, dieser Tag ist so präsent in jeder Faser meines Körpers, dass er mich immer spüren lässt, die miesen Tage gibt es, die gehören dazu – aber die aller größte Katastrophe hast du bereits überlebt. Es geht weiter. Immer. Irgendwie. Auch wenn das manchmal für einen kurzen Moment aussichtslos erscheint.

Und eigentlich wollte ich auf etwas ganz anderes hinaus – aber ich schaffe die Kurve dahin gerade nicht und lasse die Finger auf meinem Handy nun einfach weiter tippen. Der Muck schläft in seiner Federwiege, im Hintergrund brummt der Wäschetrockner und ich bemerke, dass meine Tasse Kaffee schon wieder kalt vor mir steht. Mist. Das passiert mir ständig. Also gibt es eben einen großen Schluck kalten Kaffee. Gibt besseres. Aber Hauptsache Kaffee 😉 Ich denke nach. Über dies und jenes. Vor allem aber, an dich. An ihn.

Meinen Mann.

Und ich spüre dieses tiefe, warme Gefühl. Dieses Gefühl, welches mich immer durchfährt, wenn ich an ihn denke oder er bei mir ist. Dieses ich-bin-angekommen-Gefühl ist das Größte für mich. Und das soll hier wahrlich kein allzu schnulziger Text werden. Es ist nur – wenn ich über die schlechten Zeiten schreibe – dann muss ich vor allem aber auch an dich denken. Klingt im ersten Moment seltsam – ist aber anders gemeint als dass es womöglich gerade gelesen wird.

Die verfluchten schlechten Zeiten haben wir zu genüge erlebt in unserem Leben. Da müssen wir uns und vor allem, allen anderen nichts vor machen. Japsend nach der endlich richtig guten Zeit, ging uns das ein oder andere Mal die Puste aus. Aber immer war da einer von uns beiden ein wenig stärker als der andere, und schaffte es, uns beide wieder an die Oberfläche zu ziehen.

Immer.

In jeder Sekunde meines Seins wird genau das der Grund sein, weshalb ich dich für den Rest meines Lebens verehre.

Es sind nicht die guten Zeiten die uns zu dem gemacht haben was wir heute sind – es sind die miesen, schmerzvollen schlechten Zeiten. Auch wenn ich auf so viele verzichten hätte können – am Ende ist und bleibt es unsere Geschichte … und das ist gut so. Mehr als gut.

…Und eigentlich begann das ganze Gedankengedöns doch nur, weil ich gerade dieses Bild (siehe Beitragsanfang) vom Wochenende gesehen habe. Wir zwei. Wir drei. (Der Muck steckt nämlich heimlich vorne in der Trage).

Alles was ich immer wollte – war genau das hier. Da werden noch so unendlich viele Wege vor uns liegen, die gut begehbaren – die, die man locker flockig barfuß entlang hüpfen kann, aber eben auch die, die selbst im besten Schuhwerk bei jedem Schritte einfach schmerzen. Die, die einem das Gefühl geben, nie mehr am Ende des Weges anzukommen. Und weißt du was? Es ist egal. Es ist sowas von egal welche Wege da noch kommen – ich gehe sie alle mit dir. Denn jeder Tag an deiner Seite, ist der beste Tag in meinem Leben!

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